06.07.2019

Alltag im THW — die E-Prüfung

Haan, 30. Juni 2019. Nicht immer ist das Technische Hilfswerk bei Rettungsmaßnahmen oder technischen Hilfeleistungen im Einsatz. Einen großen Anteil an der Tätigkeit im THW haben Instandhaltungs-, Kontroll- und Wartungsaufgaben.

Zu den Kontrollaufgaben gehört u.a. die jährlich wiederkehrende E-Prüfung, der Check der elektrischen Sicherheit der Einsatzmaterialien. Sie dient dazu, eine gesundheitliche Gefährdung der Helferinnen und Helfer auszuschließen und die Einsatzfähigkeit der Geräte und Materialien in einem Ernstfall sicherzustellen. „Geprüft wird alles, was einen Stecker hat“, so Helfer Björn Schauroth. Bohrhämmer, Leuchten, Kabeltrommeln, Mehrfachstromverteiler und vieles andere mehr — eben alles, was mit Strom betrieben wird. Die Prüfung verläuft dabei mehrstufig: Bei einer Kabeltrommel etwa wird das Kabel von der Trommel abgerollt und einer Sichtprüfung unterzogen. Sind beispielsweise Kabel, Stecker und Trommel durch mechanische oder thermische Einwirkungen beschädigt worden. Eine Funktionsprüfung klärt darüber auf, ob die Bohrmaschine wirklich bohrt und die Lampe wirklich leuchtet. Manche Mängel sind nicht offensichtlich und lassen sich daher nicht mit bloßem Auge feststellen. Um sie zu erkennen muss das Gerät mit speziellen Messeinrichtungen durchgemessen werden. Einerseits wird die Isolation der einzelnen Drahtadern überprüft; andererseits wird der Widerstand des Schutzleiters gemessen, um seine Unversehrtheit bescheinigen zu können. Sind die Einsatzmaterialien in einem ordnungsgemäßen Zustand, so erhält das kontrollierte Gerät eine Prüfplakette, die den Einsatzkräften die gefahrlose Benutzung attestiert.

Fotografie: Volker Adolph (THW Haan)
Bildbearbeitung und Text: Helmut Wenzel (Öffentlichkeitsarbeit / THW Haan)


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